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Deutschland und Jamaika: Bilaterale Beziehungen

22.03.2022 - Artikel

Die deutsch-jamaikanischen Beziehungen sind seit Jamaikas Unabhängigkeit 1962 freundlich und problemfrei. Jamaika sieht Deutschland als wichtigen internationalen Partner und einen der einflussreichsten Mitgliedsstaaten der EU.

Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit ist 2003 ausgelaufen, als Jamaika zu einem Land mittleren Einkommens wurde. Jamaika bleibt jedoch weiterhin Empfänger von Fördermitteln der Internationalen Klima Initiative (IKI) des Bundesumweltministeriums bei Regionalprojekten sowie Partner der multilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

2020 und 2021 kam es in Folge der Covid-Pandemie mangels Direktflugverbindungen zum europäischen Kontinent auch in Jamaika zu einem starken Rückgang der deutschen Besucherzahlen (2021: nur noch knapp 5.000 ohne Kreuzfahrtpassagiere). Deutschland belegt damit derzeit nur noch Platz 5 hinter den USA (1,3 Millionen), Großbritannien, Kanada und der Karibik. Seit 1.07.2021 gibt es wieder eine direkte Flugverbindung nach Deutschland.

Größere deutsche Direktinvestitionen bestehen kaum, jedoch gibt es erhebliche indirekte Beteiligungen an Hotelprojekten. 2017 beteiligte sich ein deutscher Investmentfonds mit einem hiesigen Stromversorger am größten Solarprojekt der Karibik (37 MW) auf Jamaika, eingeweiht am 2. Oktober 2019.

Der deutsch-jamaikanische Investitionsschutz- und Förderungsvertrag ist am 29. Mai 1996 in Kraft getreten.

Die seit 1966 bestehende 'Jamaican-German Society' bietet mit finanzieller Förderung durch das Auswärtige Amt Deutschkurse an, die zu vom Goethe-Institut anerkannten Abschlüssen führen. Deutsch wird sonst weder an Schulen noch an Hochschulen unterrichtet.

Über Stipendien-Angebote des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und der Humboldt-Stiftung werden auch jamaikanische Studenten und Postgraduierte an deutsche Universitäten gesandt.

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Ochos Rios
Ochos Rios © picture-alliance / dpa

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